Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen

Bericht «Spitallandschaft im Umbruch» Kommission stellt klare Anforderungen an weitere Schritte

31. August 2021 – Medienmitteilung

In den nächsten rund drei Jahren will der Kanton ein Zielbild erarbeiten, das aufzeigt, wie die bernische Spitallandschaft dank verstärkter Kooperation und Vernetzung künftig aussehen könnte. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) unterstützt das vom Regierungsrat vorgeschlagene Vorgehen verlangt aber, dass bei diesen Arbeiten die Spitäler und weitere Leistungserbringer aktiv einbezogen werden. Die Kommission beantragt dem Grossen Rat einstimmig, vom Bericht Kenntnis zu nehmen und insgesamt sechs Planungserklärungen dazu zu verabschieden.

In der Wintersession 2019 hatte der Grosse Rat die Motion der GPK 192-2019 «Spitallandschaft im Umbruch – Jetzt braucht es eine Auslegeordnung durch den Regierungsrat» deutlich überwiesen. Sie verlangte vom Regierungsrat, dass er die heute bestehenden Risiken für den Kanton im Spitalbereich benennt und aufzeigt, welche Massnahmen für eine funktionierende und wirtschaftliche Spitalversorgung nötig sind. Inzwischen liegt der Bericht des Regierungsrates vor. Er besteht aus einer Analyse, welche ein externes Beratungsunternehmen vorgenommen hat, und den Schlussfolgerungen, die der Regierungsrat daraus zieht. Die GPK hat den Bericht zuhanden der Herbstsession vorberaten und unterstützt die Stossrichtung des Berichts. Namentlich begrüsst die GPK die Absicht des Regierungsrates, mit dem im Bericht skizzierten Zusammenarbeitsmodell («Hub-and-Spoke») eine noch stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit unter den verschiedenen Leistungserbringern zu erreichen. Angesichts mehrerer Faktoren, welche die Spitäler wirtschaftlich unter Druck setzen, sieht die Kommission in der Umsetzung Chancen. Während für die Kommission klar ist, dass in allen Kantonsteilen eine qualitativ gute Grundversorgung gewährleistet sein muss, kann es durchaus sinnvoll sein, wenn spezialisierte und hochspezialisierte Behandlungen künftig auf gewisse Hubs konzentriert werden.

Nutzen muss sichtbar sein

Gemäss Bericht hat der Regierungsrat die zuständige Direktion beauftragt, innerhalb von rund drei Jahren ein konkretes Zielbild zu erarbeiten, das die Erkenntnisse aus der aktuellen Analyse aufnehmen soll. Dazu gehört auch der Vorschlag, dass die Zahl der Versorgungsregionen in der Akutsomatik reduziert werden soll. Die Kommission teilt die Auffassung der Regierung, dass dies die Vernetzung in den einzelnen Regionen fördern kann. Ganz entscheidend ist für die GPK jedoch, dass bei den kommenden Schritten und besonders bei der konkreten Ausgestaltung des Zielbildes die Leistungserbringer eng einbezogen werden. Auch verlangt die GPK, dass der Regierungsrat in diesem Prozess aufzeigt, welchen konkreten Nutzen die Anpassungen bringen sollen – sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in Bezug auf die Versorgungsqualität. Schliesslich erwartet die Kommission, dass auch der Grosse Rat vor den entscheidenden Weichenstellungen in Bezug auf die künftige Spitallandschaft nochmals einbezogen wird. Diese Anliegen sollen mit insgesamt sechs Planungserklärungen, welche die Kommission einstimmig verabschiedet hat, umgesetzt werden.

Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen


Weitere Informationen



Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.gr.be.ch/gr/de/index/gr/gr/aktuell.html